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Naturkundemuseum Berlin
Das Naturkundemuseum Berlin gehört mit mehr als 30 Millionen Exponaten und einem besonderen Skelett zu den bekanntesten deutschen Museen. In den zahlreichen Ausstellungen findet jeder etwas zu entdecken und auch für Kinder bietet das Museum für Naturkunde einige Highlights.
Saurierwelt des Naturkundemuseums
Weltweite Bekanntheit erlangte das Naturkundemuseum Berlin vor allem wegen des größten Dinosaurierskeletts der Welt. Bislang ist dieses Skelett das besterhaltene Dinosaurierskelett der Brachiosaurus brancai Gattung, welches von einer deutschen Expedition im heutigen Tansania gefunden wurde. Die Finanzierung ermöglichte der damalige Museumsdirektor Wilhelm von Branca. Untersuchungen im Jahr 2009 zeigten jedoch auf, dass das Skelett eher zur Gattung der Giraffatitan gehört, eines der größten Landtiere der Geschichte.
Das aufgebaute Saurierskelett dient als das zentrale Element in der “Saurierwelt” Ausstellung im überdachten Museumshof. Neben dem Brachiosaurus sind noch sechs weitere Dinosaurier Gattungen zu sehen. Die Ausstellung widmet sich in erster Linie jedoch der Fundstelle Tendaguru. Ebenfalls bestaunt können auf den Ausstellungsinseln der Luftraum und die Wasserwelt von Tendaguru.
Der Evolution auf der Spur
Das Naturkundemuseum verfügt ebenfalls über einen Saal mit einer Ausstellung namens “Evolution in Aktion”. Hier wird die Biodiversität an Hand von Tieren dargestellt. Auf einer 12 Meter langen und 4 Meter hohen Wand werden 3000 Tiere dargestellt. Es gelingt einen sehr guten Überblick über die unglaubliche Artenvielfalt im Tierreich zu schaffen. Die Ausstellung erklärt die Entstehung der Arten und der Besucher kann die Evolutionsmechanismen kennenlernen.
Des Weiteren verfügt das Museum über weitere Ausstellungen wie zum Beispiel Huftiere, Mineralien, Einheimische Tiere und über die Erde und das Sonnensystem. Auch Meisterwerke der Präparators Keller werden im Museum ausgestellt. Wechselnde Sonderausstellungen runden das weitreichende Angebot des Museums ab.
Besondere Sammlungen des Museums
Außerhalb der Ausstellungsräume befinden sich Sammlungen mit mehr als 30 Millionen Objekten. Sie werden aufgeteilt in Mineralogie, Paläontologie und Zoologie. Die Sammlungen bestehen unter anderem aus etwa 130.000 ausgestopften Vögeln, und Millionen von Insekten. Im Bereich der Mineralogie verfügt das Museum zum Beispiel über die umfangreichste Sammlung an Meteoritenfragmenten.
Das Museum nimmt nicht nur den öffentlichen Bildungsauftrag sehr ernst, sondern sieht die Aufgaben des Museums auch in der wissenschaftlichen Interpretation und Dokumentation der unbelebten und belebten Natur gleichermaßen. Diese Aufgaben werden in verschiedenen Forschungsvorhaben des Museum realisiert.
Img: (C)2010, Andreas Jürgensmeier