Der Reichstag

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Am 24. Februar 1867 wurden die Wahlen von den Regierungen angeordnet und vollzogen. Der Reichstag trat zusammen, jedoch nicht unter den staatsrechtlichen Voraussetzungen, die ein Reichstag haben sollte. Eine staatliche Voraussetzung einer Volksvertretung ist das Vorhandensein desjenigen Staates, dessen Volk vertreten werden soll. Jedoch gab es diesen Staat gar nicht, dieser sollte noch geschlossen werden. Am 21. März 1871 trat dann der erste Deutsche Reichstag in Berlin zusammen und wurde von dem Kaiser in Person feierlich eröffnet.

Der Reichtagsbrand

Am 27. Februar 1933 hatte der holländische Maurer Marinus van der Lubbe den Reichstag in Brand gesteckt und wurde zum Tode verurteilt, zwei, die der Mittäterschaft bezichtigt wurden, erhielten Freispruch. Diesen Reichstagsbrand nutzte Hitler vollkommen aus und setzte wichtige Grundgesetze außer Kraft. Berlin will den Reichstag nicht für immer in Berlin haben, da dieses Denkmal immer wieder an den holländischen Maurer und seine Tat zu denken ließ. 67 Jahre später wurde jedoch der Stein von der niederländischen Stiftung „Ein Grad für Marinus van der Lubbe“ nach Berlin transportiert, um ihn vor dem Reichstagsgebäude aufzustellen. Dies lehnte der Berliner Senat allerdings ab.

Das vereinte Deutschland

Am 03. Oktober 1990 um Punkt Mitternacht war es dann endlich soweit. Die westdeutsche Flagge wurde vor dem Reichstag in Berlin gehisst. Hunderttausende feierten die Deutsche Einheit.

Die Verhüllung

Im Juni 1995 wurde der Reichstag für 14 Tage von einem Künstlerpaar in einer silberfarbenen Plane eingehüllt, die rund 100.000 Quadratmeter umfasste. Bis zu sechshunderttausend Besucher kamen täglich zum Reichstag, um sich die Verhüllung anzuschauen. Auch die Medien berichteten täglich von dieser Aktion. Der Reichstag wurde weltberühmt.
Am 19. April 1999 war dann endlich die Renovierung des Reichstags in Berlin abgeschlossen und wurde mit einer öffentlichen Rede von Wolfgang Thierse der Bevölkerung übergeben.

Der Reichstag heute

Heutzutage ist der Reichstag in Berlin eine der meist besuchten Sehenswürdigkeiten. Seitdem die Regierung von Bonn nach Berlin gezogen ist, konnten dem Reichstag mehr als 15 Millionen Besucher zugeordnet werden. Einer der Hauptanlaufpunkte des Reichstags ist die gläserne Kuppel. Seit 1990 ist der Reichstag Sitz des Deutschen Bundestages, welcher am 04. Oktober 1990 zum ersten Mal eine Sitzung hier abgehalten hat. Bedeutende Wendepunkte und Ereignisse der deutschen Geschichte werden mit dem Reichstagsgebäude verbunden. Allein die Vorstellung, dass der Reichstag aus 800 Tonnen Stahl und Glas erbaut worden ist, ist sehr beeindruckend. Das 800 Tonnen schwere Bauwerk aus Stahl und Glas misst 40 Meter im Durchmesser und 23,5 Meter in der Höhe. An der Innenseite winden sich zwei spiralförmig angelegte Wege bis zur Aussichtsplattform in die Höhe und wieder hinunter zur Dachterrasse. Seit dem 21. April 2011 können Einzelpersonen und Gruppen mit vorheriger Anmeldung die Reichstagskuppel wieder besuchen und bewundern. Wer sich dazu entscheidet, einen Kurztrip nach Berlin zu buchen, steht auf der sicheren Seite. Welche Stadt hat so viele Facetten und ermöglicht einem so viele Sehenswürdigkeiten wie Berlin. Und ist es nicht ein Besuch wert, einmal in seinem Leben die Hauptstadt zu besuchen und sich den Ort anzuschauen, an dem unser Deutscher Bundestag seinen Sitz hat? Den Reichstag sollte man besichtigen.

Fotoquelle: Sliver – Fotolia.com

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